Mythen zum Thema Haarausfall

 

Gerne klären wir Sie über einige Mythen zum Thema Haarausfall auf. Im Laufe der Jahre hat sich die Liste an Mythen stark erweitert. Durch klinische Tests konnten diese Mythen jedoch als für nicht korrekt erklärt werden. Hier haben wir einige Mythen aufgeschrieben:

 

Haarausfall wegen zu häufigem Haare waschen

Bei häufigem Haarewaschen steigt das Risiko einer Glatzenbildung – Diese Behauptung trifft nicht zu. Haarausfall ist im wesentlichen erblich bedingt. Wenn die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend Haarzellen produzieren, werden die Haare zunächst immer feiner – so lange, bis keine mehr nachwachsen. Das einzige Risiko, das durch häufiges Haare waschen entsteht: die Kopfhaut trocknet aus.


Haarausfall wegen hohem Libido oder hoher Potenz

Männer mit Glatze haben eine besonders hohe Libido und sind überaus potent – Diese Behauptung trifft höchstens zum Teil zu. Es stimmt, dass Männer mit Glatze häufig einen hohen Testosteronspiegel haben – und mehr Testosteron steigert in der Tat den Sexualtrieb und das sexuelle Verlangen. Doch ein hoher Testosteronspiegel ist nicht allein für die männliche Libido und Potenz verantwortlich.

 


Häufiges Haare kämmen fördert Haarausfall

Wer häufig die Haare kämmt fördert dadurch Haarausfall – Diese Behauptung trifft nicht zu. Haare, die im Kammm oder in der Bürste hängenbleiben, sind bereits abgestorben. Ein Haar wächst etwa 3–5 Jahre lang, ehe es abstirbt. Jeder Mensch verliert etwa 100 Haare am Tag; das ist ganz normal und fällt nicht weiter ins Gewicht.

 


Graue Haare durch Aufregung

Vom Ärgern bekommt man graue Haare – Das stimmt nicht, denn die Haarfarbe wird von den Genen bestimmt. Wenn die Haarwurzeln keine Farbstoffe mehr bilden, wachsen die Haare grau. Eigentlich sind sie nicht grau, sondern sogar weiß. In der Farbmischung mit dem übrigen Haar erscheinen sie jedoch grau.

 


Haarausfall bei Frauen nicht genetisch bedingt

Frauen haben Glück, sie sind nicht von genetischem Haarausfall betroffen – Schön wäre es. Bei etwa 20 Prozent der Frauen ist Haarausfall genetisch veranlagt. Was man auch festgestellt hat: Frauen bekommen eher lichteres Haar, besonders am Mittelscheitel. Männer wiederum bekommen eher Geheimratsecken oder eine Glatze am Hinderkopf.

 


Haarausfall durch Tragen von enger Kopfbedeckung

Wer Baseballkappen trägt, fördern dadurch Haarausfall – Das ist ein Märchen. Haare brauchen kein Licht, sie sind schließlich keine Pflanzen. Was stimmt: Haare können beim Tragen einer Kopfbedeckung eher brechen; dies trifft besonders auf feine Haare zu oder wenn die Kopfbedeckung eng am Kopf anliegt oder sehr grob ist.

 


Erhöhtes Haarwachstum nach dem Haarschnitt

Nach dem Haareschneiden wachsen die Haare viel kräftiger nach – Diese Behauptung trifft nicht zu: Der Vorgang des Haareschneidens hat keinen Einfluss auf die Stärke des Haarwuchses. Der Grund: Das Haarwuchstum geht ausschließlich von Haarwurzeln aus. Ein guter Friseur schafft es allerdings, dass die Frisur durch einen guten Haarschnitt voller wirkt.

 


Mehr Haare durch gut durchbluteter Kopfhaut

Auf gut durchbluteter Kopfhaut sprießen deutlich mehr Haare – Eine Geschichte aus Tausendundeinernacht … Wenn Sie Kopfmassagen mögen, genießen Sie sie. Haarwuchsfördernd sind sie jedoch nicht. Denn die Kopfhaut ist ohnehin gut durchblutet (sowohl bei Lockenschöpfen als auch bei Glatzköpfen).

 


Haarausfall an der Wurzel

Wenn Haare an der Wurzel ausfallen, wachsen sie nicht nach – das stimmt so nicht. Sie wachsen sehr wohl nach. So lange die Wachstumszellen im Wurzelbalg intakt sind und die Nährstoffe aufnehmen können, mit denen sie versorgt werden, so lange sprießen auch erneut Haare.

 


Haarverlust bei Frauen während der Schwangerschaft

Frauen verlieren während einer Schwangerschaft mehr Haare als sonst – Genau das Gegenteil ist der Fall: Sie wachsen bei schwangeren Frauen sogar besonders gut. Dies liegt an der Hormonumstellung. Allerdings stimmt es, dass die Haare bei Frauen nach der Geburt verstärkt ausfallen. Nach einigen Monaten kehrt der Haaarwachstumszyklus wieder in den ursprünglichen Zustand zurück, besonders dann, wenn die Mutter das Baby nicht länger stillt.